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Die Romanische Klosterkirche von Dschulewi liegt im Gebiet
von Adigeni im Süd-Westen Georgiens, unweit der türkischen
Grenze. Die kreuz-kuppelartige Kirche wurde im 13. Jahrhundert
errichtet und dem Heiligen Georg geweiht. Durch Dachschäden
war die in ihrer Ikonographie und Farbmischung einzigartige
Wandmalerei beschädigt worden. Darum wurde gleich
im ersten Arbeitsjahr 2002 das Dach repariert, damit kein
Regenwasser mehr eindringen konnte. In den folgenden zwei
Jahren konzentrierte sich die Instandsetzung auf die zerfallenden
Nord- und Westwände. Um Steine zur Renovierung der
Wände zu bekommen, haben die Studierenden zunächst
in einem Steinbruch Felsen gebrochen.
Die Idee, durch Studenten die St. Georg Kirche von Dschulewi
reparieren zu lassen, die zu einem Verbund von zwei weiteren,
aber nicht so stark beschädigten Klosterkirchen in
Saphara und Sarsma gehört, kam vom Bischof des Bistums
Tao-Klaretsheti und Akhaltsiklu, Vater Theodore. Seine
Anregung wurde von der Grigol Chanzteli Gesellschaft aufgegriffen.
Sie ist eine Nicht-Regierungs-Selbsthilfe-Organisation
(NGO), die sich nach einem Mönch gleichen Namens
nennt. Dieser hatte sich im 9. Jahrhundert verdient gemacht
um den Bau von Kirchen in Georgien und die Verbreitung
biblischer und liturgischer Vorlagen, die er von Mönchen
abschreiben ließ.
Georgische
Studenten helfen kostenlos
Im Jahr 2004
unterstützte die Botschaft der Bun-
desrepublik Deutschland in Tiflis die Reparatur.
Für 2005 bittet die Projektgruppe um Spenden
für die auf der Rückseite aufgeführten
Zwecke
wie An- und Rückreise, Essen und Trinken,
Unterbringung in Zelten u.a.m.
Auch der kleinste Beitrag ist herzlich willkommen.
20 Studenten und Studentinnen werden im Sommer 2005 drei
Wochen lang unentgeltlich weiterarbeiten, geleitet von
ihrem Dozenten Georgi Tscherkesischwili. Sie studieren
an der Philosophischen Fakultät in Sighnagni, einer
Außenstelle der Staatl. Universität Tiflis.
Sighnagni liegt in Kachetien (Ostgeorgien), das an Aserbaidschan
grenzt. Dort lehrt ihr Dozent Religionsgeschichte und
Geschichte der orthodoxen georgischen Kultur.
Zivilgesellschaftliches
Selbstvertrauen
Dieses Projekt
rettet ein mittelalterliches Kulturgut Georgiens mit einzigartiger
Wandmalerei und einer hohen Technologie der Steinbearbeitung.
Abgesehen davon leisten die Studenten in einer chaotischen
Soziallage durch ihren freiwilligen und unentgeltlichen
Einsatz einen wichtigen Beitrag zu ihrer eigenen Identitätsbildung.
Zugleich fördern sie damit den Aufbau der kirchlichen,
nationalen und kulturellen Gesellschaftsordnung in Georgien.
Nach dem Ende der Sowjetära braucht die Gesellschaft
Georgiens, ebenso wie die anderer osteuropäischer
Länder, eine neue, autochthone symbolische Ordnung,
die erzählt, woher man kommt, wohin man geht, was
man hoffen kann, was zu tun und zu lassen ist, um auch
wirtschaftlich und politisch wieder auf eigene Beine zu
kommen. Dazu gehört die georgische kulturelle und
orthodoxe Erbschaft, die entdeckt, bewahrt und gepflegt
werden muss.
Mit einer Spende wird nicht nur eine romanische Kirche
gerettet, sondern ein sozialdiakonischer Beitrag zum Wiederaufbau
der georgischen Gesellschaft geleistet.
Benötigt werden :
2,60 € pro
Person und Tag an Essen
und Trinken, d.h.
54,60 € für eine Person in 21 Tagen,
insgesamt X 20 = 1.092 €
17,00 € Gas zur Zubereitung der
Mahlzeiten
306,00 € zwei weitere Zelte zur
Übernachtung
58,00 € Medizin + Tisch
51,00 € Werkzeuge
21,00 € Sonnenplane
9,00 € Stricke
13,00 € Betrieb des Handys
14,90 € pro Person zur An- und Abreise
und Materialtransport mit Bus, insgesamt 298,00 €
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1.897,00
€ insgesamt
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